Wie uns Dankbarkeit verändert

Nur wer dankbar ist, kann auch zufrieden sein

Dankbarkeit

Kennt ihr das? Ihr liegt kurz vorm Einschlafen im Bett, das Licht ist schon aus und ihr denkt noch einmal über den Tag nach? Was fällt euch ein? Dinge, die schief gelaufen sind? Ein Streit? Oder schämt ihr euch wegen irgendetwas?

Das geht vielen so und ist natürlich nicht schlimm. Unsere Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, dass wir uns ständig optimieren. Und weil wir uns dem Strudel nicht entziehen können, analysieren wir die „Fehler“ im Alltag. Dabei wäre es viel sinnvoller, dankbar zu sein. Warum das so ist, hat einmal der Religionspsychologe Henning Freund in einem Interview erklärt: Dankbarkeit bewahrt davor, sich nach Dingen zu verzehren, die man nicht haben oder erreichen kann. Sie ist die Voraussetzung für Zufriedenheit, findet der Experte.

Die Achtsamkeit auf das Gute richten

Statt darüber nachzudenken, was nicht gelingt, könnten wir also unsere Aufmerksamkeit auf das richten, was wundervoll ist: die gesunde Familie, das Kompliment, das wir am Morgen bekommen haben oder der Nebel, der in den Bäumen hängt und magisch aussieht. Klar, diese Momente sind nicht so berauschend wie eine Beförderung oder eine tolle Reise. Aber sie sind die kleinen Tropfen, die unser Herz langsam mit Glück füllen.

Aber kann man lernen, mehr Dankbarkeit zu fühlen? Oder ist der Vorsatz nur ein frommer Wille, der im Alltag sowieso untergeht?

Nein!

Übungen, die jeder lernen kann

Egal, ob man der „Das Glas ist halb voll“- oder der „halb leer“-Typ ist, mit Übung und Routine kann jeder sein Leben verändern. Selbst, wenn man die Dankbarkeit am Anfang gar nicht im Herzen spürt. Sie lässt sich bewusst steuern und kann sogar depressiven Menschen ein Stück weit helfen.

Diese Übungen könnt ihr dafür ausprobieren:

  • ● Besorgt euch ein schönes Buch und schreibt abends drei bis fünf Dinge auf, für die ihr dankbar seid. Egal, wie belanglos sie scheinen mögen.
  • ● Nutzt die Zeit vorm Einschlafen und geht bewusst den ganzen Tag durch – vom Aufwachen bis zum derzeitigen Augenblick. Was habt ihr erlebt? Gibt es Momente, für die ihr dankbar seid, die ihr normalerweise längst vergessen hättet?
  • ● Versucht einmal euren Blick für die Dankbarkeit zu weiten. Natürlich kann man für die Gesundheit und die Familie dankbar sein, aber es gibt noch mehr zu entdecken. Beispielsweise die Freiheit durch einen Wald spazieren zu können, der Tropfen Wasser, der anmutig die Hand runterläuft, der Hund, der nicht müde wird, sich beim Wiedersehen zu freuen. Denkt kreativ! Jeder Dank bereichert.

Drängt keine negative Gefühle weg

Wenn ihr diese Übung eine Zeit lang durchgehalten habt, fällt es euch bestimmt leichter, die vielen Situationen schneller wahrzunehmen, für die ihr dankbar sein könnt.

Aber vergesst nicht: Wer sein Leben mit Dankbarkeit füllt, sollte das Negative trotzdem nicht wegdrücken oder schönreden. Ganz im Gegenteil: Jedes ehrliche Empfinden darf seinen Platz haben. Aber eben auch das Gute.

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