Ecstatic Dance – wir tanzen uns frei

Tanzen, als würde niemand zuschauen

Was fühlt dein Körper – jetzt in diesem Moment? Welche Gliedmaßen würde er gern bewegen? Möchte er sich drehen, rennen oder auf den Boden werfen?

 

Wenn du jetzt glaubst, das wäre verrückt, dann besuch einmal ein Ecstatic Dance Event und geb dich einfach deinen Impulsen beim Tanzen hin.

 

Der Trend entstand um die Jahrtausendwende auf Hawaii. Dort tanzten die ersten Menschen an einem Sonntagmorgen frei zu elektronischen Beats und schufen damit eine Bewegung, die in den kommenden Jahren um die ganze Welt ging. Inzwischen gibt es auch in vielen deutschen Städten Ecstatic-Dance-Veranstaltungen.

Ecstatic Dance – wir tanzen uns frei

Den Kopf ausschalten und über Tanzen zum Inneren finden

Die Regeln sind dabei ganz einfach: Es gibt keinen Alkohol, es darf nicht gesprochen, fotografiert oder gefilmt werden, Schuhe werden ausgezogen und niemand redet miteinander.

 

Der Sinn dahinter ist, den Kopf auszuschalten und über Bewegung in den Körper zu fühlen. Aber genauso, wie es der Einzelende gerade möchte. Denn diese Partys haben nichts mit Clubs oder Diskos zu tun, wo wenige in der Mitte stehen und der Rest zuschaut.

 

Hier tanzt jeder mit dem anderen und doch für sich allein. Das braucht natürlich am Anfang etwas Überwindung. Denn wir sind es gewohnt, dass unser Tanzen von anderen angeschaut und bewertet wird. Aber das ist beim Ecstatic Dance völlig egal.

Jeder findet den Rhythmus, der zu seiner Seele passt

Diese Bewegung ist eher wie eine Meditation. Jeder darf dabei den Rhythmus finden, der zu seiner Seele passt. Viele geraten währenddessen sogar in eine Ekstase, in der alle Gefühle frei fließen können. Einige können zum Beispiel nicht aufhören zu strahlen, andere weinen beim Tanzen all ihre Traurigkeit heraus. Ist das nicht ein faszinierendes, wertvolles Geschenk?

 

Schließlich sind wir es in unserem Alltag gewohnt, unseren Körper stark zu kontrollieren. Es würde ja auch merkwürdig wirken, wenn wir in der U-Bahn die Hände zum Himmel reißen oder uns im Büro im Kreis drehen.

Gegenseitiger Respekt ist wichtig, damit wir uns wirklich frei fühlen

Beim Sport sind Bewegungen zwar erlaubt, aber oft in vorgesehenen Bahnen. Selbst beim Yoga werden genaue Asanas eingehalten. Das ist auch sehr wertvoll, aber Ecstatic Dance geht eben noch eine Stufe weiter.

 

Es transformiert all die Unruhe, die sonst Runde um Runde in unserem Kopf kreist und bringt sie in freie Bewegung. Damit das gelingen kann, ist der gegenseitige Respekt natürlich Grundvoraussetzung. Berührungen sind okay, aber müssen nicht sein. Beim Ecstatic Dance wird niemand angetanzt, wenn er das nicht möchte. Einige kreuzen zum Beispiel einfach die Arme vor der Brust, um den anderen zu signalisieren: „Ich möchte gerade lieber für mich sein.“

 

Wer Ecstatic Dance einfach einmal ausprobieren möchte, kann in den Angeboten seiner Stadt nachschauen. Da ist bestimmt etwas dabei. Falls nicht, sucht gern unter den Stichworten „5 Rhythmen“, „Soul Motion“, „Biodanza“ oder „Conscious Dance“. Das sind ähnliche Richtungen, die teilweise mit mehr Anleitung arbeiten. Was auch immer gefällt, schwingt euch ein und tanzt in die Freiheit.

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