Die vier Gesetze der Spiritualität

Was die vier Gesetze der Spiritualität für unser Leben bedeuten und wie wir ihnen folgen können.

Spiritualität

Die vier Gesetze der Spiritualität

Geschrieben wurden sie für die Ewigkeit. In ihnen steckt eine universelle Weisheit, die zeitlos ist. Lassen wir uns ein auf sie, können sie unser Leben verändern. Denn sie berühren tief und sprechen zu uns in der Sprache unseres Herzens.

 

Die vier Gesetze der Spiritualität sind:

 

1) Was zu Ende ist, ist zu Ende.

2) Jeder Moment, in den etwas beginnt, ist der richtige Moment.

3) Die Person, die dir begenet, ist die Richtige.

4) Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte.

 

Ihrer Bedeutung wollen wir im Folgenden detaillierter nachgehen.

Der Ursprung der vier Gesetze der Spiritualität

 

Niemand weiß, wer sie verfasst hat, aber sie sind sicher so alt wie die Zehn Gebote. Und genau wie diese Eckpfeiler des christlichen Glaubens haben die vier Gesetze der Spiritualität das Leben unzähliger Generationen begleitet und geprägt. Es handelt sich um Worte der Weisheit, deren Ursprung Historiker in Indien vermuten. Worte, die unser Herz berühren. Klare, einfache Botschaften, die noch immer unser Leben positiv beeinflussen können – vorausgesetzt wir sind bereit, uns auf sie einzulassen. Sie zuzulassen.

1)  Die Person, die dir begegnet, ist die Richtige

 

Niemand tritt zufällig in unser Leben. Jeder Mensch, zu dem wir eine Beziehung aufbauen, mit dem wir aufwachsen, mit dem wir uns austauschen, für den wir arbeiten – einfach jeder hat eine bestimmte Bedeutung für uns.

 

Diese erschließt sich uns vielleicht zunächst gar nicht – und vor allem bei unsympathischen Zeitgenossen fällt es schwer, die positiven Aspekte dieser Verbindung zu sehen. Doch wirklich jeder, mit dem wir Kontakt haben, ist in irgendeiner Form wichtig für unsere weitere Entwicklung.

 

Gerade unsere größten Widersacher, Angstgegner und jene, die unser Herz brachen, uns verraten haben – genau sie entpuppen sich im Rückblick oft als unsere wertvollsten Lehrmeister. Denn ihretwegen haben wir zwar die härtesten, dunkelsten Stunden durchlitten, sind an ihnen vielleicht sogar vor Verzweiflung fast zerbrochen, aber sie haben uns gleichzeitig in unserer Entwicklung vorangebracht und uns gezeigt, welch unglaubliche Stärke in uns steckt. Haben wir die durch sie entfachten Brände gelöscht, unsere Seelen-Krisen überwunden, können wir innerlich gewachsen wie Phönix der Asche entsteigen und mit neuen Erkenntnissen weitergehen.

 

Dann gibt es da natürlich noch jene Menschen, die uns auf unserem Weg unterstützen. Sie gehören meist zu unserem inneren Zirkel.  Sie sind unsere wichtigsten Gefährten. Und zum Schluss sind da noch diejenigen, die wir am stärksten lieben, am meisten brauchen und am stärksten abwehren. Das sind unsere Meister – so wie auch wir ihre Meister sind.

2) Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte

 

Nichts, absolut nichts von dem, was uns jemals widerfahren ist, hätte anders geschehen sollen. Das gilt für die kleinen Ereignisse genauso wie für die großen. Sogar die schmerzlichen Erlebnisse und all die Stolpersteine unseres Lebens haben von einer höheren Warte aus betrachtet ihre Berechtigung. Nichts geschieht ohne Grund. Für uns selbst heißt das aber auch: Wir können damit aufhören, uns mit Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen zu quälen. Den Satz „Wenn ich dies oder das anders gemacht hätte, dann wäre dieses oder jenes anders geschehen!“ können wir aus unserem Repertoire streichen.

 

Nichts, aber auch gar nichts hätte anders laufen können. Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und passieren musste, damit wir unsere Lektionen lernen. Das ist mitunter bitter, es ist hart und eventuell sogar äußerst schmerzhaft. Aber es ist, wie es ist. Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Außerdem bieten uns unsere Fehler, unser Scheitern, unser Versagen die Chance, zu wachsen und zu lernen. Sie sind notwendig, damit wir erkennen und uns erinnern, wer wir wirklich sind.

 

Vor diesem Hintergrund ist jede Situation, jedes scheinbar noch so unbedeutende Detail genau richtig – auch wenn sich unser Verstand und unser Ego, dagegen wehren und sich weigern, dies akzeptieren. Unser Ego will Rache, wir mögen vor Wut kochen – alles in uns mag schreien: „Das kann nicht wahr sein!“ Wenn wir nichts mehr verstehen, zusammenzubrechen drohen, kann uns nur die Weisheit unseres Herzens heilen.

 

Vollständiges Annehmen, Hingabe und Demut helfen uns, weiterzugehen. Vertrauen zu schöpfen, dass wir auch diese Lektion des Lebens meistern werden. Und letztendlich führen sie alle zu der Erkenntnis, dass wir selbst für unsere Reaktionen auf das, was uns geschieht, verantwortlich sind. Wir sind die Heilung, auf die wir warten.

3) Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment

 

Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später – somit auch niemals zu früh und niemals zu spät. Unser zur Ungeduld neigendes Ego rebelliert nicht selten heftig gegen dieses Gesetz. In der Tat scheint es manchmal unendlich lange zu dauern, bis das, worauf wir so sehnlich warten, endlich beginnt.

 

In Wahrheit ist es so: Sobald wir innerlich dazu bereit sind, etwas Neues in unserem Leben zu empfangen, ist dies bereits auf dem Weg zu uns. Der Lehrer, den wir brauchen, wird unseren Weg kreuzen, wenn wir in unserer Entwicklung so weit sind, ihn auch als solchen zu erkennen. Die so innig herbeigewünschte Liebe begegnet uns in dem Augenblick, in dem unser Herz offen ist.

 

Alles beginnt bereits mit unseren innersten Entscheidungen – ob wir uns dieser Tatsache nun bewusst sind oder nicht. Alles beginnt und endet durch uns. Wir gestalten unser Schicksal selbst. Und in dem Moment, in dem wir dies akzeptieren, werden wir frei – und können gelassen im Jetzt bleiben. Wir hören auf zu warten und Dramen zu inszenieren. Wir verharren geduldig in innerem Frieden.

4) Was zu Ende ist, ist zu Ende

 

Das vierte Gesetz der Spiritualität ist in seiner Schlichtheit das wahrscheinlich am härtesten zu ertragende: Wie oft weigern wir uns, ein Ende anzunehmen. Wir widersetzen uns, kämpfen verzweifelt um etwas, das längst vorbei ist. Doch das Gesetz ist keinesfalls ungerecht oder grausam – es ist einfach nur eine unumstößliche Wahrheit dieses Lebens.

 

Wenn etwas endet, geschieht auch dies, um uns in unserer Entwicklung zu fördern. Mitgefühl, Vertrauen, Hingabe – all diese Lektionen bringt uns dieses letzte Gesetz näher. So schwer es uns auch fallen mag, loszulassen, so ist dies doch die einzige Möglichkeit, Platz für Neues zu schaffen.

 

Wir müssen vertrauensvoll vorwärts gehen, damit wir mit neuen Erfahrungen beschenkt werden können. Erfahrungen, die uns andere Sichtweisen ermöglichen, uns beglückende Erkenntnisse verschaffen. Wenn wir unserem eigenen Stern hoffnungsvoll folgen, obwohl wir einen schmerzhaften Abschied hinter uns haben, signalisiert das wahre Hingabe an das Leben in all seiner Vielfalt. Unser Weg geht weiter. Solange wir bereit sind, ihm zu folgen, ohne zu wissen, wohin er uns führen wird, werden wir wachsen. Über uns selbst hinaus. Wir werden zu Grenzgängern. Zu Kriegern des Lichts.

 

Es gibt keine Zufälle. Daher ist es auch kein Zufall, dass du diese Zeilen jetzt liest. Die vier spirituellen Gesetze sind zu dir gekommen, weil du für sie bereit bist. Du trägst die Weisheit in dir, besitzt die Voraussetzungen, um sie zu anzunehmen. Du hast verstanden, dass nicht ein einziger Regentropfen irgendwo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt. Und dass der Flügelschlag eines Schmetterlings am Ende der Welt durchaus etwas verändern kann. So wie auch jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, dass diese Welt ein wenig schöner und heller wird.

Lass es dir gut gehen.
Glaube an dich.
Und mach die Liebe zu deinem Leitstern.

 

Oder wie die US-Schriftstellerin Marianne Williamson (“Rückkehr zur Liebe”) sagt: „Der heiligste Ort ist ein Ort, an dem Hass in Liebe verwandelt wird. Die Liebe ist das, womit wir geboren sind. Die Angst ist das, was wir hier gelernt haben. Die spirituelle Reise bedeutet das Aufgeben oder Verlernen der Angst und das Wiederannehmen der Liebe in unserem Herzen. Liebe ist eine essenzielle, existenzielle Tatsache. Sie ist unsere tiefste Wirklichkeit und unser Sinn auf Erden. Sich ihr bewusst gewahr zu sein, sie in uns selbst und anderen zu erfahren, das ist die Bedeutung des Lebens.“

Fotocredit: Shutterstock, STUDIO PING (4)

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