Das Ritual der Rauhnächte

Einst waren sie für unsere Vorfahren heilig – die Tage und Nächte vom 25. Dezember bis zum 6. Januar. Es ist eine gesegnete Zeit, in der wir unsere Wünsche für das kommende Jahr manifestieren können. Ehrfürchtig nannten unsere Ahnen diese Zeit die Rauhnächte.

Wenn die kühle klare Luft die Nebelschwaden langsam auflöst und sich die erste Schneedecke schützend um die Welt legt, „stehen die Tore der Anderswelt weit offen“, heißt es in alten Schriften. Die Kelten glaubten, dass in den Rauhnächten das Flüstern und Raunen der Götter und alten Seelen besonders gut zu vernehmen sei. Es waren für sie magische Stunden, in denen die Zukunftsschau besonders leicht fiel. Und so nutzten die weisen Völker seit jeher jene Tage zum Deuten, Orakeln und um ihre Sehnsüchte für das nächste Jahr zu benennen – einen pro Tag. Denn jede Rauhnacht symbolisiert einen Monat des kommenden Jahres: die Nacht des 25. Dezembers steht für Januar, die des 26. Dezembers für Februar, die Nacht des 27. Dezembers für März … – bis zum 6. Januar.

Wir stimmen uns auf eine mystische Zeit ein

Die Zeremonie der Wünsche

Auch heute noch dürfen wir uns in den Rauhnächten mit den höheren Welten verbunden wissen und empfangen in jenen Tagen unsere Wünsche für das nächste Jahr. Deswegen planen wir uns jetzt schon täglich etwas Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Januar ein und nehmen uns vor, besonders aufmerksam zu sein: Wir hören auf unser Herz, achten auf Träume, darauf welche Gedanken uns kommen und welche Worte Resonanz in uns finden – es sind die Boten unserer Wünsche.

Von der ersten Rauhnacht an, dem 25. Dezember, ziehen wir uns jeden Abend einen Moment bewusst zurück, um den Wunsch für den jeweiligen Monat in Worte zu fassen. Es können persönliche Träume oder Sehnsüchte sein, aber auch universelle Hoffnungen, wie „Mögen die Menschen auf Erden in Frieden und Liebe miteinander leben.“ Wir lauschen dem leisen Wispern unseres Herzens, das alle Boten dieses Tages vernommen hat und uns jetzt das Begehren preisgibt. Dann schreiben wir den Wunsch auf einen kleinen Zettel. Vielleicht ist es ein ganzer Satz, vielleicht auch nur ein einziges Wort oder wir wählen stellvertretend ein Symbol, das wir auf den Zettel malen. Die Wünsche der Rauhnächte sammeln wir in einer kleinen Schatulle, einer Truhe oder einem Säckchen – so, wie es sich für uns richtig anfühlt.

An jedem Abend legen wir den Zettel dort hinein und übergeben unsere Hoffnung damit an das Göttliche oder einer anderen wohlwollenden Kraft, an die wir glauben.
Am Abend des 6. Januars – dem Ausklang der Rauhnächte – wird das Gefäß mit unseren Wünschen gefüllt sein. Wir stellen es an einen Ort, an dem wir es jeden Tag sehen können. Wir denken an die Wünsche. Lächeln. Schließen die Augen – und träumen davon, welche Wunder uns 2019 begegnen werden.

In den letzten Jahren wurden viele Bücher über die Rauhnächte publiziert. Für uns gehört der Klassiker “Das Geheimnis der Rauhnächte: Ein Wegweiser durch die zwölf heiligen Nächte” von Jeanne Ruland immer noch zu den besten.

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