Das Geheimnis der Kreativität

Manchmal wünschen wir sie uns herbei, versuchen sie zu erdenken oder warten einfach nur auf sie – in der Hoffnung, die lösungsbringende Idee erscheint uns wie eine gute Fee. Denn ein guter Einfall kann alles zum Positiven wenden, eine neue Richtung vorgeben, manchmal sogar das Leben verändern. Schon der französische Schriftsteller Victor Hugo wusste: „Nichts ist mächtiger als eine Idee zur richtigen Zeit.“ Doch woher kommen diese Einfälle – und wie werden wir kreativer?

Kreativitaet

Wir müssen kein Genie, ein Künstler oder ein Autor wie Victor Hugo sein, um die Kreativität fließen zu lassen. Denn die Forschung ist sich mittlerweile einig: Die Fähigkeit, unser Wissen und unsere Erfahrungen zu verknüpfen, querzudenken, um sich neue Lösungen einfallen zu lassen, ist trainierbar. Das sind die Schlüssel zu unserer Kreativität:

Die Kopfstand-Übung

Für ein altes Problem lässt sich keine Lösung finden? Uns kommt immer nur in den Sinn, was alles nicht funktionieren wird? Dann hilft ein Perspektivwechsel – so, als würden wir einen Kopfstand machen. Psychologen kehren deswegen die Fragestellung um und wollen wissen: Wie soll das Ergebnis unter keinen Umständen werden? Ist es eine Möglichkeit, mit dem Ende zu beginnen – wie sähe das aus? Ein Beispiel: Wer sich seit Tagen über seine Rede als Trauzeuge den Kopf zerbricht, kann sich fragen: Wie ruiniere ich die Rede garantiert? Die Wahrscheinlichkeit, dass anschließend eine wunderbare Rede herauskommt, ist groß.

Den Träumen nachhängen

Sie mögen sinnlos erscheinen, doch Tagträume schenken unserem Geist Freiheit. Es ist eine Freiheit, aus der Ideen geboren werden können. Neurowissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass das Durchwandern von Gedanken Verbindungen im Gehirn festigt und Erkenntnisse erzeugt. Gönnen wir uns Zeit zum Träumen.

 

Für einen Moment loslassen

Wir quälen uns am Schreibtisch auf der Suche nach einer Idee, und es fällt uns nichts ein. Sobald wir aber den Ort wechseln und uns am besten einer monotonen Beschäftigung, wie beispielsweise Duschen, Autofahren oder Bügeln, widmen, erscheint die Lösung wie ein Geistesblitz. Schon der Physiker Albert Einstein war der Überzeugung: „Wir können die Probleme nicht auf der gleichen Ebene lösen, auf der wir sie geschaffen haben.“ Deswegen verlassen wir bei Denkblockaden einfach die bisherige Umgebung. Dafür kann es schon helfen, vom Schreibtisch aufzustehen und sich in der Küchen einen Tee zu machen.

Die kleinen Einfälle notieren

Kleine Gedanken können schnell verloren gehen. In einem Notizbuch halten wir diese für immer fest, spinnen sie weiter, verflechten sie mit anderen Geistesblitzen. Denn wer weiß: Vielleicht erwachsen aus ihnen eines Tages Ideen.

Eine Pause gönnen

„Kreativität braucht nicht nur guten und vielfältigen Input, sondern auch Pausen, Muße und Erholungszeit“, schreibt Gudrun Wegener in ihrem Buch „Kreativ sein, kreativ bleiben: Profi-Tipps für Selbstorganisation, Projektmanagement und Zeitmanagement“. Und damit meint die Autorin nicht jene halbe Stunde, die wir mit schlechtem Gewissen in unseren Social-Media-Kanälen gesurft haben. Viel besser ist es, für einen Spaziergang in die Natur einzutauchen – dafür reicht auch ein Gang durch den Park. Schon der Philosoph Friedrich Nitzsche machte sich diese Technik zu nutzen: „Alle wahrhaft großen Gedanken kommen einem beim Gehen.“

Unser Webtipp: Auf der Homepage der „Deutschen Gesellschaft für Kreativität e.V.“ gibt es neben weiteren Literaturtipps auch Infos und Veranstaltungshinweise rund um Kreativität

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