24 Ideen für ein achtsames Weihnachten

Dezember wird für viele von uns zum stressigsten Monat des Jahres. Lies unsere Ideen für ein achtsames Weihnachten

 

achtsames Weihnachten

Jedes Jahr dasselbe: Spätestens Mitte Dezember kommt der Weihnachtsstress. Während wir von einem achtsamen Weihnachten träumen, jagen wir von einer Weihnachtsfeier zur nächsten Plätzchenback-Verabredung und sind doch nie da, wo wir wirklich sind. Wir stehen umringt von unseren Freundinnen auf dem Weihnachtsmarkt und denken daran, dass wir nachher, wenn wir leicht angetrunken nach Hause kommen, noch Zimtsterne backen müssen. Wir hetzen durch Geschäfte und kaufen kopflos Dinge, die wir nachts noch in Geschenkpapier packen, das uns eigentlich gar nicht gefällt, das wir aber gekauft haben, weil kein schöneres da war und wir keine Zeit mehr hatten, in noch einem weiteren Geschäft danach zu suchen. Unsere Nerven sind permanent angespannt, wir sind nah am Wasser gebaut, leicht aus der Fassung zu bringen und erzählen die ganze Zeit, was wir doch für einen Stress haben.

 

Bis wir irgendwann merken, dass uns niemand zwingt, all diese Dinge zu tun. Dass wir es selbst in der Hand haben, wie unsere Vorweihnachtszeit verläuft. Dass wir die Dinge ändern können, die in unsere Macht stehen und dass wir unsere Haltung zu den Dingen ändern können, auf die wir keinen Einfluss haben. Dass wir in diesem Moment achtsame Weihnachten herstellen können. Es bedarf dazu nur kleiner Veränderungen, und die werden nicht nur den Dezember, sondern unser ganzes Leben verändern. Der Grundgedanke dabei ist Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam den Moment zu erleben und alles wahrzunehmen, was jetzt passiert, ohne zu werten. Das ermöglicht uns, den Lärm auszublenden und auf unsere innere Stimme zu hören, die uns sagt, was wirklich wichtig ist. Und danach zu handeln. Hier sind 24 Tipps für ein achtsames Weihnachten.

Bevor wir irgendetwas anderes machen, sollten wir uns darüber klarwerden, was wir wollen. Wenn dein Ziel ist, dass alles perfekt sein soll, frage dich, warum. Was wird dadurch besser, dass es zehn Sorten selbstgemachte Plätzchen gibt statt zwei? Je gestresster wird sind, desto schlechter ist es. Für uns selbst und für alle anderen Menschen, mit denen wir zu tun haben. Wie schön dein Weihnachten wird, bestimmt du selbst. Dafür müssen wir Abschied nehmen. Von den festgefahrenen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Davon, es allen rechtmachen zu wollen. Von Ritualen, die wir über Jahre etabliert haben… Nur so schaffen wir Platz für Neues. Zum Beispiel für ein wirkliches, tiefes Gespräch mit dem Partner oder der Partnerin, für einen Spieleabend mit der Familie, für ein entspannendes Bad. Alles fängt an mit dieser Entscheidung…

Übe Nein zu sagen zu den Dingen, die nicht wirklich wichtig sind. Von der Weihnachtsfeier über eine Kaffeeverabredung mit der Kollegin aus dem dritten Stock bis hin zur Bitte, doch etwas für das Kuchenbuffet des KiTa-Weihnachtsflohmarkts beizutragen. Deine Zeit ist ein Geschenk, niemand hat ein Anrecht darauf außer du selbst. Und falls der gesellschaftliche Zwang zu hoch ist, kannst du auch einmal einen Kuchen für das Buffet kaufen statt ihn zu backen. Du musst aber auch dir selbst ein paar Absagen erteilen. Nein zu mehr als drei Sorten Plätzchen, Nein zum Gefühl, auch für entfernte Bekannte Geschenke zu kaufen zu müssen, Nein zum Drang, alle Aufgaben alleine zu erledigen.

Auch wenn du das bis jetzt dachtest: Du bist nicht Weihnachts-Alleinverantwortliche/r! Das ist ein Gemeinschaftsprojekt. Du magst vielleicht die Manager/in sein, aber du musst das auf keinen Fall alleine schaffen. Delegiere Aufgaben an alle Beteiligten. Gib Verantwortung ab. Bitte um Hilfe. Du musst dich zwar damit anfreunden, dass es dann anders wird, als wenn du es selbst machen würdest. Aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Und so hast du viel weniger Arbeit und Stress!

Viel zu oft sind wir nur in unserem Kopf und derweil flitzt da draußen unser Leben an uns vorbei und wir fragen uns an Silvester, wo eigentlich der Dezember hin verschwunden ist. Achtsamkeit fängt immer jetzt an. Werde dir so oft wie möglich bewusst, was in diesem Moment passiert. Nimm alles wahr: Wo bin ich gerade? Wie fühlt sich das an? Wie sieht das aus? Wie riecht das? Versuche, den Moment zu bewohnen. So werden es achtsame Weihnachten: Entschleunige deine Gedanken und dein Leben und bekomme mit, was gerade um dich herum und in dir drin wirklich passiert. Das Wichtigste ist aber: Achtsamkeit hilft uns dabei, alles mehr zu genießen. Mit einem Glühwein in der Hand in der Kälte stehen und mit den Freunden zusammen sein. Zimtsterne backen. Ein Geschenk für einen lieben Menschen aussuchen… alles wird besser, wenn man mit ganzem Herzen dabei ist.

Der Körper ist unsere Brücke in diesen Moment. Wenn wir darauf achten, was in unserem Körper vor sich geht, wenn wir ihn spüren, bringt uns das automatisch ins Jetzt. Sehr gut geht das beim Sport. Abgesehen davon tut Bewegung einfach gut: Glückshormone werden ausgeschüttet, Stresshormone werden abgebaut, Sport wirkt blutdrucksenkend, reguliert den Blutzuckerspiegel, stärkt das Herzkreislaufsystem und macht uns ausgeglichener und belastbarer. Sorge für ausreichend Bewegung, zum Beispiel mit regelmäßigen Spaziergängen. Wichtig ist dabei die Konzentration auf den Körper. So können wir das Gedankenkarussel abschalten.

Ausreichend Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere physische und psychische Gesundheit. Schlafen wir zu wenig, werden wir schneller krank, sind wir nervlich weniger belastbar und wir sehen schlechter aus. Deshalb: Sorge dafür, dass du genug Schlaf bekommst.

Obwohl es die besinnliche Zeit genannt wird, wirkt der Dezember lauter als die restlichen Monate. Dabei hätten wir gerade am Ende des Jahres Ruhe notwendig. Hol dir die stille Zeit zurück. Zieh dich immer mal wieder zurück und hör für einen kurzen Moment in dich hinein. Wenn du in der Arbeit bist, kannst du das auch auf der Toilette machen oder im Treppenhaus. Oder du verbringst mal eine Mittagspause alleine und machst einen Spaziergang. Manchmal reicht schon eine Minute der Stille und wir spüren wie wir neue Energie bekommen.

Wenn es stressig wird, neigen wir dazu, flach und schnell zu atmen, obwohl wir gerade dann eigentlich mehr Sauerstoff bräuchten. Manchmal halten wir sogar die Luft an, ohne es zu merken. Übe, immer wieder deinen Atem zu checken. Erwischt du dich dabei, flach und oberflächlich zu atmen, korrigiere das: Setz dich gerade hin und atme ein paar Mal tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Das holt dich sofort in die Gegenwart zurück.

Sei ehrlich: Könntest du alle Geschenke aufzählen, die du vergangenes Jahr bekommen habst? Wie viele von den Geschenken, die du an Weihnachten bekommst, sind so toll oder nützlich, dass du sie auch noch ein halbes Jahr später benutzt? Die Wahrheit ist: Wie haben viel zu viel Kram. Und Schenken verkommt oft zum Pflichtprogramm. Wir haben totalen Stress damit, alles zu besorgen und geben oft viel Geld für Sachen aus, einfach nur um etwas zu schenken. Vielleicht tut es auch ein Geschenk diese Jahr. Vereinbare mit deinen Liebsten eine Ein-Geschenk-Regel. Ihr könntet sogar einen Betrag festlegen. Oder, noch besser: eine Kein-Geschenk-Regel. Dadurch passiert etwas total Wunderbares: Während andere wie verrückt durch die Geschäfte rennen oder das Internet nach Kaufbarem durchforsten, hast du Zeit, an die Menschen zu denken, die dir wichtig sind. Am Weihnachtsabend bist du nicht damit beschäftigt, Geschenke zu verteilen, auszupacken und bei den meisten so zu tun, als würdest du dich total drüber freuen. Stattdessen habt ihr Zeit, um euch richtig zu unterhalten. Erkundigen dich nach dem Befinden der anderen, höre ihnen zu, erzähle etwas von dir, sei wirklich mit Ihnen zusammen. Und das ist viel toller als Rentiersocken. Nichts gegen Rentiersocken. Aber ein größeres Geschenk als Zeit und volle Aufmerksamkeit gibt es nicht.

Heiße Schokolade ist ein magisches Mittel gegen Winterblues und Weihnachtsstress. Kakao senkt den Blutdruck, wirkt sich positiv auf das zentrale Nervensystem aus und ist ein natürlicher Stimmungsaufheller. Es geht nicht nur um das Getränk selbst, sondern um die Zubereitung. Heiße Schokolade zuzubereiten, dauert Zeit. Man macht sie nicht schnell mal eben und man macht sie erst recht nicht schnell mal eben nebenbei. Wem schon mal heiße Schokolade übergekocht ist, weiß warum man den Topf nie aus den Augen lässt, wenn einem seine Kochplatte und der Milchtopf lieb ist. Man  muss sich bewusst entscheiden, sich eine Tasse zu gönnen und sich dann voll darauf konzentrieren. Wenn du es nicht ohnehin schon weißt – finde dein persönliches Lieblingsrezept heraus und mach deine persönliche Winterzeremonie. Bereite das köstliche Getränk zu und, sehr wichtig, genieße es dann mit allen Sinnen. Zelebriere es. Diese halbe Stunde gehört nur dir.

Manchmal sind wir so gestresst oder abgelenkt, dass wir gar nicht sehen, wie schön unser Leben doch ist und wie viele Dinge es gibt, für die wir dankbar sein können. Achtsames Weihnachten fängt bei der Wahrnehmung an. Übe dich in Dankbarkeit. Schreibe jeden Abend drei Dinge in ein Tagebuch, die an diesem Tag schön und gut waren. Oder schreibe täglich Dinge, für die du dankbar bist, auf kleine Zettel, die du in ein großes Einmachglas wirfst – und beobachte, wie das Glas täglich voller wird. Dadurch üben wir uns darin, die kleinen Dinge zu registrieren, die jeden Tag ein bisschen schöner machen und entwickeln ein positives Gefühl für unser Leben.

Singen ist wie Sport für die Stimme. Es holt uns ins Jetzt, es macht Spaß und es erfüllt uns im wahrsten Sinne des Wortes mit guten Schwingungen. Deshalb: Sing! An Weihnachten kann man das besonders gut und es wirkt nicht mal seltsam, sondern alle freuen sich.

Nichts erdet mehr als Zeit in der Natur. Geh raus so oft du kannst. Die Luft in den Räumen ist im Winter ohnehin so trocken und stickig. Frische Luft und Bäume tun unseren Lungen, unserer Haut, unseren Augen und unserer Seele gut.

Das Smartphone ist ein Stressfaktor, genauso der Computer. Gönne dir Zeiten, in denen du offline bist. Nimm das Handy nicht auf den Spaziergang mit, check deine Emails nur drei Mal am Tag, schalte das Smartphone auf Flugzeugmodus… was auch immer du tun kannst, um den digitalen Wahnsinn zu verringern, tu es!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Multi-Tasking überhaupt nichts bringt. Es wirkt sich sogar negativ aus: Wenn wir multitasken, erledigen wir die gleichen Aufgaben langsamer und schlechter und fühlen uns dabei mieser als wenn wir sie hintereinander erledigen und uns voll auf jede einzelne konzentrieren. Deshalb: eins nach dem anderen. Das ist effektiver und wesentlich stressärmer.

Weihnachten ist die Zeit, in der wir viel zu viel und oft wahllos alles in uns reinstopfen, was sich uns darbietet. Die Kekse und den Punsch im Büro, die Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt, die Waffeln beim Krippenspiel, nicht zu vergessen das Festessen an den Weihnachtsfeiertagen. Und danach fühlen wir uns schlecht. Dabei müssen wir gar nicht verzichten, uns besser zu fühlen. Achtsames Weihnachten ist, wenn man alles bewusst macht. Auch essen. Frag dich jedes Mal: Will ich das wirklich essen oder esse ich das nur, weil es eben dasteht. Wenn du es wirklich essen willst, fein! Dann genieß es auch. Wenn nicht: einfach nicht essen und dafür das nächste dann wieder wirklich genießen. Auf diese Weise isst man übrigens am Ende tatsächlich weniger.

Eigentlich ist allein das Achten auf den Atem (Nummer 8) schon Meditation. Diejenigen, die mehr tun wollen, können täglich meditieren. Meditation hat unglaublich viele positiven Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Es ist gerade in einer stressigen Zeit ein Ankerpunkt des Tages. Selbst wenn der ganze Tag ein einziges Chaos ist, diese Minuten sind friedlich und ruhig.

Auch hier gilt die Devise: weniger ist mehr. Bevor du dich total stresst, um ein Viergängemenü zu kreieren, frage dich: Tut es eine Vorspeise und eine Hauptspeise vielleicht auch? Oder du bittest jeden Gast, etwas beizutragen. So bringen sich alle ein und das Essen wird zum Gemeinschaftsprojekt.

Verschieb die Erholung nicht auf die Zeit nach Weihnachten. Erfahrungsgemäß geht da ja schon wieder der Silvesterstress los. Plane Nichtstun ein. Blocke Zeiten in deinem Kalender, die nur für dich reserviert sind. Aber nicht, um noch schnell ein paar Dinge zu erledigen, sondern ausschließlich zur Erholung.

Wenn du unbedingt schenken willst, beschenke diejenigen, die es wirklich brauchen. Es gibt so viele Menschen, die viel weniger haben oder die alleine sind an Weihnachten. Sach- und Geldspenden sind toll, du kannst aber auch deine Zeit schenken, in dem du einer gemeinnützigen Einrichtung hilfst oder einfach mit der netten alten Dame aus dem ersten Stock einen Tee trinkst.

Die gesündeste Einstellung der Saison ist die „Na und“-Haltung. Den Schal für Papa gibt es nicht in Schwarz? Na und? Das falsche Bratenfleisch vorbestellt? Na und? Es sind jetzt doch 15 Gäste, nicht acht wie geplant. Na und? Man kann ja meist eh nichts machen und außerdem wird das schon. Es ist noch immer alles geworden. Deshalb: Keep Calm and Christmas on!

Spiel Spiele mit Deinen Liebsten! Tobe im Schnee, wenn es welchen gibt! Sing auf dem Nachhauseweg laut „Oh Tannenbaum“ als würde es niemand bemerken! Suche nach dem Christkind! Lies Geschichten! Mach alles, was das Kind in dir freut – und du wirst das schönste Weihnachten seit Langem erleben.

Liebe ist der Kern von Weihnachten – versuche alles danach auszurichten. Liebe ist die Art wie man ein Geschenk einpackt, die Aufmerksamkeit, mit der man anderen zuhört, die Art und Weise, wie man für sich selbst sorgt. Liebe ist alles und idealerweise ist alles Liebe.

Wir haben es vor lauter Stress vielleicht schon vergessen, aber eigentlich soll Weihnachten ja schön sein und Spaß machen. Achtsames Weihnachten bedeutet auch: Finde den Spaß in den Dingen, guck nach der Freude und lächle und lache so oft es geht. Es heißt ja schließlich nicht umsonst „Fröhliche Weihnachten!“

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